Solidarität statt Dividende! Die Vonovia darf sich nicht an der Corona-Krise bereichern!

Die Vonovia darf sich nicht an der Corona-Krise bereichern! 

PRESSEMITTEILUNG Plattform kritischer ImmobilienaktionärInnen Samstag, 20. Juni 2020


• Kritische Aktionär*innen fordern Verzicht auf Dividenden-Ausschüttung  • Gegenanträge zur Vonovia-Hauptversammlung• Gegenveranstaltung am 29.3..2020 auf YouTube
Aus Anlass des heutigen bundesweiten Aktionstages „Shut down Mietenwahnsinn – Sicheres Zuhause für alle!” [1] erinnert die Plattform kritischer Immobilienaktionär*innen an die hohen Gewinnausschüttungen, die sich die börsennotierten Wohnungskonzerne trotz der Kreise genehmigen. So will der Vonovia-Vorstand bei der Hauptversammlung am 30. Juni die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 851 Mio. Euro beschließen lassen. [2] Wie wir errechnet haben, bedeutet das, dass von den Mieten, die 2019 gezahlt wurden, 37 Prozent in die Dividende fließen. [3] 
Bei den Mieter*innen der Vonovia handelt es sich zumeist um Menschen mit begrenzten oder niedrigen Einkommen. Viele von ihnen verdienen wegen der Corona-Krise weniger, die Mietzahlungen gehen zu Lasten von Ersparnissen und anderen Ausgaben. Manche können die Mieten auch gar nicht mehr aufbringen und verschulden sich. Oft konnten extreme Härten bislang zwar durch die Soforthilfemaßnahmen und den erleichterten Zugang zu Sozialleistungen aufgefangen werden. Dies bedeutet aber, dass die Vonovia indirekt aus öffentlichen Mitteln subventioniert wird. 

     
Unserer Ansicht nach, ist eine solche Gewinnausschüttung in keiner Weise zu rechtfertigen!
Das Geld, das jetzt in Dividenden, Managervergütungen, mietsteigernde „Wohnungs-Modernisierungen” und in die weitere internationale Expansion fließt, würde dringend gebraucht für: • die Senkung und Begrenzung überzogener Mieten für alle,• einen Mieterlass für besonders Krisengeschädigte,• den Verzicht auf die intransparente Abwälzung konzernintern konstruierter Rechnungen auf Mieten und Nebenkosten,• die Sanierung der Wohnungen ohne Mietenexplosion,• bessere Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten,• eine mieternahe Wohnungsverwaltung,• die Bewältigung der zukünftigen Krisenkosten!All diese Forderungen gelten übrigens auch für Schweden, wo die Vonovia viele ehemalige Sozialwohnungen in benachteiligten Stadtteilen aufgekauft ha und wo ganz ähnliche Zustände herrschen wie in Deutschland. Vonovia-CEO Rolf Buch hat kürzlich erneut betont, dass er sehr an einer weiteren Expansion, vor allem nach Frankreich, interessiert sei.    


Zur Vonovia-Hauptversammlung 2020, die am 30.6.2020 online stattfinden wird, haben mehrere kritische Aktionär*innen in diesem Sinne Gegenanträge gestellt.


https://mieteraktionärin.de/gegenantraege-vonovia-hauptversammlung-2020/


Auch aus Schweden melden sich erstmals KritikerInnen bei einer Hauptversammlung. Antragsteller aus Dortmund und Witten beklagen, dass sich die Vonovia im Ruhrgebiet als Mitpreistreiber betätigt. Ein Gegentrag richtet sich gegen die Entlastung des Vorstandes, dem eine intransparente Rechnungslegung gegenüber den MieterInnen vorgeworfen wird.


Am 29. Juni 2020 veranstalten wir zusammen mit dem Deutschen Mieterbund NRW und dem Mieterforum Ruhr in WEB eine virtuelle
Gegenveranstaltung zur Hauptversammlung 2020 der Vonovia SE 29.6.2020 – 18:00 – 19:30 Uhr

Mit u.a.:• Daniel Zimmermann, Koordinationsstelle Große Wohnungsunternehmen des Deutschen Mieterbundes• Knut Unger, MieterInnenverein Witten / Plattform kritischer ImmobilienaktionärInnen• Defne Kadioglu, Stadtforscherin , Unversität Malmö• Hans-Jochem Witzke, Vorsitzender des Deutschen Mieterbundes NRW • weitere Mitwirkende sind angefragtDas Meeting wird auf Zoom abgehalten und auf YouTube gestreamt.Dieser Link leitet zum Stream weiter: 29-06.mieteraktionärin.de

Für den 30.6. ist um 14 Uhr eine Online-Pressekonferenz geplant.

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